Gegen den Verfall Tag 42

KI lügt nicht – sie denkt nur falsch.
KIs sind ein bisschen wie Thailänder, weil sie dir das Blaue vom Himmel erzählen können, mit einer Leichtigkeit und einem Lächeln, das dich fast glauben lässt, dass es stimmt, obwohl sie im Kern einfach nur irgendwas sagen, weil sie glauben, das würde dir gefallen – und das ist eben auch bei KI so, sie lügt nicht, sie weiß es einfach nicht besser, oder sie weiß es nicht und sagt trotzdem was.
Ich sollte das eigentlich wissen, immerhin arbeite ich ja jetzt nicht erst seit gestern mit KIs, sondern schon eine ganze Weile, aber heute hat es mich trotzdem sechs Stunden gekostet, sechs Stunden Frickelei, Probiererei, Rumgesuche, weil ich eine Lösung brauchte und keine bekam, und das ist auch der Grund, warum ich heute wieder mal nicht zu einem richtigen Spaziergang gekommen bin und warum ich, ganz ehrlich, gerade ein bisschen genervt bin.

Denn das eigentliche Problem ist nicht die KI – das eigentliche Problem bin ich, weil rel. schnell Offline-Programme finden muss für all die Camva, Clipchamp und wie sie auch heißen, weil mein Internet, beziehungsweise die Glasfaserleitung, die ich freundlicherweise vom Nachbarn mitbenutzen darf, ist so langsam, dass ich manchmal das Gefühl habe, ich könnte jedem einzelnen Bit noch persönlich Guten Tag sagen, so zäh ist das alles, und jedes Hochladen, jedes Runterladen wird zur Geduldsprobe, die ich immer öfter verliere.

Also habe ich gestern beschlossen, offline weiterzumachen, mir Programme zu suchen, mit denen ich Covers gestalten kann, Videokacheln, ein bisschen schneiden, ein bisschen basteln – und bin gelandet bei GIMP, was ich schon kannte, und Shotcut, was ich nicht kannte, aber beide sind so umständlich, dass ich zwischendurch kurz überlegt habe, ob ich das Ganze nicht lieber wieder lasse, ganz ehrlich.

Und das Fotoprogramm von Windows, das ist zwar nett zum Bilder sortieren und zum ganz groben Bearbeiten, aber es will unbedingt in die Cloud, nach OneDrive, und alles, was nicht OneDrive ist, ist ihm suspekt – also brauche ich auch dafür was Neues, und Google Notizen sind ja auch wieder online, also auch da ein Ersatz, möglichst offline, möglichst simpel, möglichst nicht nervend – ich glaube, ich hab jetzt was gefunden, aber ich bin gespannt, wie lange ich brauche, um das zu verstehen, weil ich bin halt eigentlich nur User, kein Nerd.
https://youtube.com/shorts/J9w7rXS--kM?feature=share
Und während ich so am Laptop sitze und denke, na wenigstens schwillen die Füße nicht, merke ich, dass sie doch anschwellen, weil entweder ich sitze draußen bei über 30 Grad oder drinnen in der Klimaanlage, aber den Füßen scheint das egal zu sein – sobald ich sitze, werden sie dick, und deswegen muss ich mich bewegen, auch wenn ich eigentlich gar keinen Nerv davür habe.

Die Alternative wäre, die Füße hochzulegen, aber das bringt mir irgendwie weniger als Laufen, dauert genauso lang und macht den Kopf nicht frei – also geh ich doch los, zieh meine neuen Rennsemmeln an, und mach mich auf den Weg, ein bisschen Tempo am Anfang, dann am Strrand barfuß. Besser als nichts.
Und ja, man hört’s vielleicht – ich bin noch ein bisschen genervt, aber es ist halt wie es ist, besser als nichts.

Vielleicht liegt alles auch nur daran, dass ich irgendwie das Gefühl habe, ich stehe auf der Stelle, es geht nicht weiter, oder es ist alles dasselbe, oder jeden Tag das Gleiche, oder wie auch immer – dieses dumpfe Gefühl, dass sich zwar was bewegt, aber eben nicht in meinem Tempo, und das macht ungeduldig, innerlich kribbelig, als müsste endlich mal wieder was passieren, irgendwas Neues, irgendwas Spürbares, aber es passiert ja was, es geht ja weiter, nur halt offensichtlich nicht schnell genug für meinen Kopf oder mein Gefühl oder was auch immer da heute wieder querliegt.

Am Ende bin’s vielleicht doch ich selbst.
Vielleicht ist die Anfangsmotivation einfach raus, aufgebraucht, verpufft, verdunstet – vielleicht geht’s mir nicht schnell genug, vielleicht will ich zu viel auf einmal, oder ich ärgere mich insgeheim immer noch über das Bier gestern Abend, das eigentlich nichts Besonderes war, aber trotzdem irgendwie hängen geblieben ist, wie so ein kleiner Widerhaken in der Stimmung.
Wie auch immer, ich muss damit leben, ich werde es auch überleben.
Aber heute ist so ein Tag.

Danke fürs Lesen

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